Die Linie
Die Praxis braucht spirituelle Wurzeln die von Mensch zu Mensch weitergegeben werden

Lama Wangdor Rimpoche ist einer der großen „versteckten“ Heiligen unserer Zeit. Er lebt und wirkt gewöhnlich in der Verborgenheit.


Nach der Zeit im Kloster begab er sich auf Pilgerschaft in Tibet und flüchtete später unter abenteuerlichen Verhältnissen vor den Chinesen nach Indien. Auf dem 20-tägigen Weg über die Berge trug er seinen Mahamudra Lehrer auf den Schultern. In Indien machte er sich auf die Suche nach einem Ort, auf den er in den heiligen Schriften aufmerksam geworden war.
Er fand ihn auf einem Berg über Tso Pema (Rewalsar) wieder und legte dort eine wichtige Meditationshöhle von Guru Rimpoche frei, die zu der Zeit fast in Vergessenheit geraten war. Er meditierte an diesem Ort für viele Jahre. Allmählich begann sich eine Gemeinschaft von Yogis und Einsiedlern um ihn zu sammeln.


Er erhielt auch weitere Einweihungen und Belehrungen, unter anderem vom Dudjum Rimpoche und Kunu Rimpoche, die an den Ort gekommen waren. Seine spirituelle Autorität wurde immer deutlicher und allgemein anerkannt. So wurde er z.B. vom Karmapa beauftragt, die Erziehung der Wiedergeburt des Abtes seines Stammklosters, Zigar Rimpoche, und anderer wichtiger Tulkus zu übernehmen. In der Folge baute Wangdor Rimpoche ein großes Kloster und sorgte für das Leben der Mönche und der einfachen Tibeter im Exil. Sein letztes großes Projekt war der Bau einer Riesenstatue von Guru Rimpoche, die gerade fertig gestellt wird. Bei all diesen Tätigkeiten blieb er ein bescheidener Einsiedler am Berg.